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09.03. – Löwen, Kühe und Raupen

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(Anmerkung der Redaktion: Aufgrund technischer Probleme folgen heute drei Blog-Einträge auf einmal!) Mit Aufgang der Sonne begann ein neuer Tag in Südafrika, der weiterhin viele Abenteuer für uns bereithalten sollte, auch wenn es für einige unter uns der letze Tag dieser Reise war. Wie an den meisten Tagen in Ratanda saßen wir Deutschen um 08:30 zwar etwas müde (der letze Abend am Lagerfeuer war lange gewesen) aber dennoch pünktlich am Frühstückstisch, während die Lesedis deutlich entspannter mit der Zeit eintrudeln (man muss dazu sagen, dass die Lesedis oft pünktlicher zu den Proben erscheinen als wir). Kurze Zeit später saßen wir auch schon sämtlichst im Bus und nahmen zum letzen Mal Abschied von der Gaarona-Lodge (liebevoll auch Corona-Lodge genannt). Unser erstes Ziel war der Lion & Safari Park in der Nähe unserer nächsten Unterkunft, dem Lesedi Culture Village. Im Löwenpark angekommen, wurden wir in einem kleinen vergitterten Bus untergebracht, mit dem es auf unsere e...

08.03. – What a Day!

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Nach unserem gewohnten Frühstück um halb 9 Uhr morgens, startete der Tag zunächst mit Cerha Einzelproben. Danach ging es mit einer Cerha Tutti Probe weiter, die sich bis in den Mittag zog. Für unser letztes Konzert in voller Besetzung brachen wir dann gegen 12h in unserer Lodge auf. Vollgepackt mit Instrumenten und Notenständern, führte uns der Reisebus über weite Grasfelder und ländliche Ortschaften. Wie schon von den vorherigen Konzerttagen gewohnt, mussten erstmal die Noten der Konzertreihenfolge nach sortiert werden, die Eva per Lautsprecher durchsagte. In Orange Farm angekommen, machte sich ein Teil unserer Gruppe zum Einkauf auf den Weg. Nachdem wir uns mit Käse– und Rosinenbroten gestärkt hatten, ging unser Programm mit Elgar los, gefolgt von Schostakowitch. Noch bevor wir unsere letzten Töne gespielt hatten, applaudierte das Publikum tobend. Selten haben wir es in unseren bisherigen Konzerten hier in Südafrika erlebt, dass unser Schostakowitch mit solcher Begeisterung aufgeno...

07.03. – A Dive into History (Eintauchen in die Geschichte)

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(Deutsche Übersetzung unten) The day commenced slowly for the first time since before our stay in Lesotho, spent by the majority of the orchestra relaxing in the sun, enjoying the break from rehearsals. At 10:00 we departed from the lodge together with the Lesedis, headed for Soweto, a township that may ring a bell of familiarity to some for its history of activism during the Apartheid era. On the bus, Lebo (from the Lesedi choir) gave us a detailed account of Apartheid, preparing us for what we were about to learn at the Hector Pieterson museum. Caro also informed us on the Truth and Reconciliation Commission (TRC), which was the first attempt to politically reconcile the sides by publicly admitting to crimes and talking about the occurrences. At the Hector Pieterson museum we learned about the history of Apartheid and the student demonstrations that took place in Soweto. The implementation of Afrikaans as the language of instruction for half the subjects caused much ...

06.03. – Konzert in Ratanda

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Nach dem Frühstück entschieden wir uns, in unserem Proberaum zu proben und nicht wie sonst draußen, da schon einige Tagesgäste in unserer Lodge unterwegs waren, die sehr laut Musik hörten, tanzten, grillten und feierten. Demnach untermalte ein Bassklang das Schumann Cellokonzert, welches wir heute als erstes probten. Nach Schumann folgte eine Cerha Probe. Gegen Mittag fuhren wir mit dem Bus nach Heidelberg rein und waren überrascht von der großen Anzahl von Weißen dort. Da wir hier in der Gegend sonst nur in Ratanda unterwegs waren und nie Weißen begegnet sind, waren wir doch erstaunt, dass die nächste Stadt (Heidelberg) wohl eher von Weißen besiedelt ist. In Heidelberg kauften wir uns unser Mittagessen und konnten ein paar Stunden machen, auf was wir Lust hatten. Einige genossen ihren Kaffee, andere machten eine Endeckungstour durch die Stadt. Thomas, Thabang, Eva und Beni trafen sich in dieser Zeit mit einigen Personen, die hier in der Kultur und für die Zukunft der Lesedis eine wic...

05.03. – Abschied aus Lesotho

Am Donnerstag mussten wir besonders früh aufstehen, weil uns die lange Rückfahrt nach Ratanda bevorstand. Wegen der allmorgendlichen, sirenenartigen Vogelrufe um halb sechs morgens fiel das den meisten von uns allerdings nicht sehr schwer. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem gemeinsamen Abschlussfoto nahmen wir schweren Herzens Abschied von der idyllischen Lodge, den anderen Gästen und dem freundlichen Besitzer. Es folgte eine fast zehnstündige Busfahrt: Anfangs über holprige Pfade, die den Bus in einen Neigungswinkel versetzten, der angesichts der steil abfallenden Hänge nicht zur allgemeinen Entspannung beitrug; später durch die wunderschöne, raue Berglandschaft Lesothos und dann durch die Weiten Südafrikas. Einige „Wenn-ich-du-wäre“-Challenges, zahllose Kartenspielrunden und viele Chipstüten später kamen wir schließlich erschöpft in unserer Lodge in Ratanda an. Nach dem gemeinsamen Abendessen verließen uns die Lesedis, um die nächsten Tage mit ihren Familien zu verbringen....

04.03. – Ein Konzert der anderen Art

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Wir starteten weniger sportlich als die letzten Tage und reflektierten stattdessen in Gruppen über die musikalische Arbeit der JKPH, der Lesedis und natürlich auch über unser gemeinsames musikalisches Projekt.  Einfach toll, sich nochmal bewusst zu machen, wie wertvoll der Austausch ist und was für starke Momente die gemeinsame Musik uns allen, sowohl Deutschen als auch Südafrikanern, ermöglicht hat. In einigen Proben bereiteten wir uns anschließend nochmal auf das Konzert vor, das am Nachmittag im Dorf stattfinden sollte. Außerdem erweiterten wir die Sammlung an Texten und Übersetzungen der (süd)afrikanischen Lieder. Nach dem wieder sehr leckeren Mittagessen brachen wir zu Fuß auf der staubigen Dorfstraße mit herrlicher Bergsicht zur Town Hall auf. Zum angekündigten Beginn des Konzerts fanden wir die Halle, ein gemauertes Gebäude mit einem einzigen größeren Raum und leicht erhöhter Bühne, verschlossen vor, sodass wir erstmal vor der brennenden Sonne in die wenigen Schatten...

03.03. – Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde

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Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir den Tag mit einem Spiel namens „Stop Eggi“. Dieses wurde uns von einem der Lesedis beigebracht und eignete sich wunderbar, um die Namen zu wiederholen und gleichzeitig ein bisschen in Bewegung zu kommen. Anschließend hörten wir einen Vortrag von einer der Lesedis. Sie erzählte uns über Traditionen, Bräuche und Regeln in der Südafrikanischen Kultur. So lernten wir zum Beispiel, dass es vor allem zwei sehr Wichtige Traditionen gibt. Die eine nennt sich „Ntsumantsumani“ und die andere „Meyetlo“. Bei „Ntsumantsumani“ setzen sich die Familien zusammen und die Älteren erzählen über  Verschiedenes was sie erlebt und gelernt haben. So geben sie Erfahrungen, Informationen und Bräuche an die nächsten Generationen weiter. Ähnlich wie bei uns in Deutschland den Kinder oftmals alte Märchen und Geschichten vorgelesen werden. Bei der Tradition „Meyetlo“ nehmen die Frauen die Mädchen mit und zeigen ihnen wie man zum Beispiel alltägliche Haushaltsau...